Castel Hell
Malzaromatisches, goldgelbes Bier, leicht gehopft, süffig.
Gebraut in Mainz-Kastel seit 1990 · Braumeister Friedrich N. Schulte seit 2001
Unfiltriert und naturtrüb, gekocht in kupfernen Kesseln, offene Gärung, weiches Brauwasser aus dem Münzbergstollen. Alles von Hand, ohne Knopfdruck.
Zu bekommen im Brauhaus Castel am Otto-Suhr-Ring, zu dessen Öffnungszeiten. Fässer, Zapfanlagen und Bierwagen auf Anfrage.
Gebraut wird in Mainz-Kastel, einem Stadtteil von Wiesbaden. Ersetzt wurde, was sich verbessern ließ — die Lagertanks sind aus Edelstahl. Geblieben ist, was sich bewährt hat. Was hier passiert, ist traditionelles Handwerk: von Hand gebraut und nicht auf Knopfdruck.
Würzebereitung
Würze zu Jungbier
Das Bier reift mindestens vier Wochen
Fass und Flasche
Wasser, Malz, Hopfen, Hefe — mehr kommt nicht hinein. Gebraut wird nach dem deutschen Reinheitsgebot; weicht ein Sud davon ab, steht es beim jeweiligen Bier.
Castel Hell und Castel Dunkel gibt es das ganze Jahr, dazu die Saisonbiere. Welche das sind, wechselt — es kommen immer wieder Sorten dazu, und manche kehren nach Jahren zurück.
Malzaromatisches, goldgelbes Bier, leicht gehopft, süffig.
Malzaromatisch, Schokoladennoten, vollmundig.
Im Jahreslauf, in der Reihenfolge, in der sie kommen.
Weiches, malzbetontes, süffiges Bier mit einer leichten Hopfennote.
Üblicherweise im März und AprilMalzaromatisch, fruchtig und süffig.
Üblicherweise im MaiHerb, fruchtig, mit unterschiedlichen Citrusaromen.
Üblicherweise von Juni bis Ende AugustWeich und vollmundig, saftige Noten von frischem Hafer und Getreide.
Erstmals ab 14. August 2026Kräftiges, malzbetontes, süffiges Bier, bernsteinfarben.
Üblicherweise im September und OktoberMalzbetont, sehr süffig und vollmundig, Schokoladen- und Kaffeearomen.
Üblicherweise im November und DezemberSpritziges Bier mit einem fruchtigen und würzigen Geschmack.
Für alle, die fahren müssen oder einfach keinen Alkohol wollen.
Flaschen und Fässer gibt es im Restaurant Brauhaus Castel am Otto-Suhr-Ring 27, zu den Öffnungszeiten des Restaurants. Größere Fässer auf Bestellung.
Otto-Suhr-Ring 27, 55252 Mainz-Kastel — auf der Karte ansehen
Vereinsfest, Geburtstag, Firmenfeier, Bierwagen oder Bieranhänger: hier lohnt die direkte Anfrage bei der Brauerei. Bei Festen hängt viel an der richtigen Menge und der passenden Fassgröße — mit Termin und Menge in der E-Mail ist das in einer Antwort geklärt.
info@castelerbiermanufactur.deAbholung ist der Normalfall. Eine Lieferung ist nur in Ausnahmefällen und nach Absprache möglich. Versendet wird das Bier nicht — unfiltriert und naturtrüb, es braucht Kühlung und mag keine langen Wege. Frisch gezapft ist es ohnehin besser.
Fassbier ist das Hauptgeschäft der Brauerei. Das Bier eines Braumeisters auf dem eigenen Fest, frisch gezapft, aus einer Brauerei ein paar Minuten weiter — und dazu das, was zum Zapfen gehört.
Was davon passt, hängt vom Anlass ab: Fassgröße, Zapfanlage, Wagen oder Anhänger.
Ein flexibler, kompakter Ein-Mann-Schankwagen. Innerhalb von wenigen Minuten einsatzbereit.
Kühlanhänger mit großem Kühlraum. Leicht zu handhaben und schnell einsatzbereit.
Beide Fahrzeuge sind über die Brauerei zu bekommen. Die Zapfstelle ist eingebaut, der Gastgeber holt sie ab und zapft selbst. Der Braumeister weist vorher ein, damit am Fest nichts schiefgeht.
Es gibt einen Wagen und einen Anhänger, mehr als einen Termin gleichzeitig also nicht — Termine deshalb bitte frühzeitig anfragen.
Fässer mit 10, 20, 30 und 50 Litern, aus Edelstahl mit Kunststoffmantel. Die 10- und 20-Liter-Fässer lassen sich mit Kegkopf oder mit bayerischem Anstich zapfen, mit Hahn und Lüfter. Dazu Zapfanlagen zum Ausschank vor Ort, passend zum Fass.
Auch hier zapft der Gastgeber selbst.
Vereinsfeste, Kerb, Straßenfest, Jubiläum: dafür ist die Brauerei gemacht. Zu den Kunden zählen neben Privatleuten auch Wirte und Gastronomen, die regionales Bier im Ausschank haben wollen — ins Fass geliefert, direkt von der Brauerei, ohne Zwischenhandel. Ein eigenes Bier für das eigene Haus lässt sich besprechen. Eine Anfrage per E-Mail genügt.
Ein Hinweis, der Gastgebern und Wirten Arbeit erspart: Bier enthält Gluten. Der Hinweis auf das Allergen gehört in die eigene Karte oder muss auf Nachfrage vorliegen. Das ist Sache des Hauses, nicht der Brauerei — aber es wird gern vergessen.
Alle Preise auf Anfrage, weil sich Menge, Gebinde und Anlass ohnehin selten gleichen. Anfragen bitte per E-Mail — dann liegen Termin und Menge gleich schriftlich vor.
Zu Braubeginn kommen Wasser und geschrotetes Malz in den Braukessel. Zwischen 50 und 78 °C bauen die Enzyme des Malzes die Stärke zu Zucker ab. Im Läuterbottich werden die festen Malzbestandteile — der Treber — von der Flüssigkeit getrennt. Diese Würze wird mindestens 60 Minuten mit Hopfen gekocht.
Mit Alkohol hat das alles noch nichts zu tun. Was das Sudhaus verlässt, ist eine Malzzuckerlösung — das Vorprodukt des späteren Biers, die Würze.
Gekocht wird in einem kupfernen Kessel mit direkter Gasbefeuerung. Das Zweigeräte-Sudwerk wird halbautomatisch gesteuert — die Anlage nimmt dem Braumeister die Arbeit ab, die Entscheidungen nicht.
Bevor die Würze in den Gärkeller kommt, muss sie herunterkühlen. Das geschieht über einen Würzekühler aus Kupfer, ein nicht geschlossenes System: Innen durch die Rohre läuft kaltes Brauwasser, außen läuft die heiße Würze über die Lamellen von oben nach unten. Die Wärme geht dabei auf das Brauwasser über — die Funktion entspricht der eines Wärmetauschers.
Braumeister Friedrich N. Schulte kennt keinen zweiten Betrieb, der noch mit einem solchen Kühler arbeitet. Hier ist er an jedem Sudtag im Einsatz.
Wenn die Würze kocht, steigt der Dampf aus dem Kessel. Das ist der Punkt im Brautag, an dem sich nichts beschleunigen lässt: Es kocht, so lange es kochen muss.
Hier gelangt die heruntergekühlte Würze in den Gärbottich, die Hefe wird zugesetzt, und die Gärung setzt ein. Bei 6 bis 11 °C wird der Malzzucker in Alkohol und Kohlensäure umgewandelt. Das dauert sieben bis zehn Tage.
Vergoren wird offen, zum Teil noch in Bottichen aus Eichenholz. Die offene Gärung ist keine Nostalgie, sondern ein Qualitätsmerkmal.
Danach wird das Jungbier in einen Lagertank aus Edelstahl gepumpt. Dort reift es mindestens vier Wochen. Bei der Nachgärung bindet sich die Kohlensäure, und das Bier bekommt seinen endgültigen Charakter.
Je stärker das Bier, desto länger braucht es. Ein Weihnachtsbock steht sechs bis sieben Wochen im Tank, bevor er ausgeschenkt wird. Für den Braumeister ist die Reifung der wichtigste Punkt der ganzen Bierbehandlung — sie lässt sich nicht beschleunigen.
Der Schwerpunkt liegt beim Fass: frisch gezapft, unfiltriert, so wie das Bier gedacht ist. Abgefüllt wird außerdem in Mehrwegflaschen zu 0,5 Litern — von Hand etikettiert, Kiste für Kiste.
Diplom-Ingenieur für Getränketechnologie, aufgewachsen in Kronberg im Taunus. Seine Familie lebt dort seit Generationen, und er ist geblieben — verwurzelt, mit allem, was in einem solchen Ort dazugehört.
Gelernt und gearbeitet hat er in mehreren Brauereien, bevor er am 1. August 2001 nach Mainz-Kastel kam. Seit Januar 2018 führt er den Braubetrieb in eigener Regie und auf eigene Rechnung, unter dem Namen Casteler Biermanufactur. Am 1. August 2026 sind es 25 Jahre im Brauhaus Castel.
Sein Brauwasser kommt heute aus dem Taunus — aus demselben Gebirge, in dem er aufgewachsen ist.
In Kronberg und in Kastel nennt ihn ohnehin jeder Friedel.
Wer die Anlage einmal in Betrieb sehen möchte: Brauereiführungen sind auf Anfrage möglich, per E-Mail.
Im Fernsehen: Am Dienstag, 11. August, um 20.15 Uhr zeigt das hr-fernsehen „Tobis Städtetrip“ mit einer Folge über Amöneburg, Kastel und Kostheim. Friedrich N. Schulte ist darin zu sehen.
Fassbier, Zapfanlagen, Bierwagen, Wirte: Anfragen bitte per E-Mail. Was konkret wird, lässt sich danach am Telefon in zwei Minuten klären.
Otto-Suhr-Ring 27 · 55252 Mainz-Kastel
info@castelerbiermanufactur.de