Casteler Biermanufactur
Dienstag, 11. August, 20.15 Uhr im hr-fernsehen: „Tobis Städtetrip“ über Amöneburg, Kastel und Kostheim — mit Braumeister Friedrich N. Schulte.
Casteler Biermanufactur
Geöffneter Kupferkessel mit dampfender Würze im Sudhaus

Gebraut in Mainz-Kastel seit 1990 · Braumeister Friedrich N. Schulte seit 2001

Handwerklich gebrautes Bier aus Mainz-Kastel

Unfiltriert und naturtrüb, gekocht in kupfernen Kesseln, offene Gärung, weiches Brauwasser aus dem Münzbergstollen. Alles von Hand, ohne Knopfdruck.

Zu bekommen im Brauhaus Castel am Otto-Suhr-Ring, zu dessen Öffnungszeiten. Fässer, Zapfanlagen und Bierwagen auf Anfrage.

Das Handwerk

Eine Brauerei, die man noch von Hand bedient

Gebraut wird in Mainz-Kastel, einem Stadtteil von Wiesbaden. Ersetzt wurde, was sich verbessern ließ — die Lagertanks sind aus Edelstahl. Geblieben ist, was sich bewährt hat. Was hier passiert, ist traditionelles Handwerk: von Hand gebraut und nicht auf Knopfdruck.

In vier Schritten, vom Malz bis in die Flasche

  1. 01

    Sudhaus

    Würzebereitung

  2. 02

    Gärkeller

    Würze zu Jungbier

  3. 03

    Lagerkeller

    Das Bier reift mindestens vier Wochen

  4. 04

    Abfüllung

    Fass und Flasche

Wasser, Malz, Hopfen, Hefe — mehr kommt nicht hinein. Gebraut wird nach dem deutschen Reinheitsgebot; weicht ein Sud davon ab, steht es beim jeweiligen Bier.

Wie das Bier entsteht — die ausführliche Fassung

Hand mit Doldenhopfen über einem Behälter voller Hopfendolden
Naturhopfen, Doldenhopfen — vor allem Tettnanger.
Blick ins Sudhaus mit Kupferkessel, Wendeltreppe und Berieselungskühler
Das Sortiment

Casteler Biere

Castel Hell und Castel Dunkel gibt es das ganze Jahr, dazu die Saisonbiere. Welche das sind, wechselt — es kommen immer wieder Sorten dazu, und manche kehren nach Jahren zurück.

Das ganze Jahr

Castel Hell

4,6 % vol. · Stammwürze 11 °Plato

Malzaromatisches, goldgelbes Bier, leicht gehopft, süffig.

Castel Dunkel

4,9 % vol. · Stammwürze 12 °Plato

Malzaromatisch, Schokoladennoten, vollmundig.

Die Saisonbiere

Im Jahreslauf, in der Reihenfolge, in der sie kommen.

Castel Märzen

5,0 % vol. · Stammwürze 12 °Plato

Weiches, malzbetontes, süffiges Bier mit einer leichten Hopfennote.

Üblicherweise im März und April

Castel Maibock

6,2 % vol. · Stammwürze 16 °Plato

Malzaromatisch, fruchtig und süffig.

Üblicherweise im Mai

Castel Sommerpils

4,5 % vol. · Stammwürze 11 °Plato

Herb, fruchtig, mit unterschiedlichen Citrusaromen.

Üblicherweise von Juni bis Ende August

Castel Haferbier

4,7 % vol. · Stammwürze 11 °Plato

Weich und vollmundig, saftige Noten von frischem Hafer und Getreide.

Erstmals ab 14. August 2026

Castel Festbier

5,3 % vol. · Stammwürze 13 °Plato

Kräftiges, malzbetontes, süffiges Bier, bernsteinfarben.

Üblicherweise im September und Oktober

Castel Weihnachtsbock — Castelator

6,8 % vol. · Stammwürze 17 °Plato

Malzbetont, sehr süffig und vollmundig, Schokoladen- und Kaffeearomen.

Üblicherweise im November und Dezember

Auch erhältlich

Castel Hefeweizen

4,9 % vol. · Stammwürze 12 °Plato

Spritziges Bier mit einem fruchtigen und würzigen Geschmack.

Castel Hefeweizen alkoholfrei

alkoholfrei

Für alle, die fahren müssen oder einfach keinen Alkohol wollen.

Wo es das Bier gibt

Erhältlich in Mainz-Kastel

Für Feste, Vereine und Wirte

Fassbier, Zapfanlagen, Bierwagen

Fassbier ist das Hauptgeschäft der Brauerei. Das Bier eines Braumeisters auf dem eigenen Fest, frisch gezapft, aus einer Brauerei ein paar Minuten weiter — und dazu das, was zum Zapfen gehört.

Was davon passt, hängt vom Anlass ab: Fassgröße, Zapfanlage, Wagen oder Anhänger.

Bierwagen „Alois“

Ein flexibler, kompakter Ein-Mann-Schankwagen. Innerhalb von wenigen Minuten einsatzbereit.

  • Zwei Zapfhähne
  • Spülbecken
Blauer Bierwagen „Alois“ mit aufgeklappter Schankseite, zwei Zapfhähnen und Spülbecken
Der Bierwagen „Alois“ — aufgeklappt und einsatzbereit.

Beide Fahrzeuge sind über die Brauerei zu bekommen. Die Zapfstelle ist eingebaut, der Gastgeber holt sie ab und zapft selbst. Der Braumeister weist vorher ein, damit am Fest nichts schiefgeht.

Es gibt einen Wagen und einen Anhänger, mehr als einen Termin gleichzeitig also nicht — Termine deshalb bitte frühzeitig anfragen.

Fass und Zapfanlage

Fässer mit 10, 20, 30 und 50 Litern, aus Edelstahl mit Kunststoffmantel. Die 10- und 20-Liter-Fässer lassen sich mit Kegkopf oder mit bayerischem Anstich zapfen, mit Hahn und Lüfter. Dazu Zapfanlagen zum Ausschank vor Ort, passend zum Fass.

Auch hier zapft der Gastgeber selbst.

Vereine, Feste und Schausteller

Vereinsfeste, Kerb, Straßenfest, Jubiläum: dafür ist die Brauerei gemacht. Zu den Kunden zählen neben Privatleuten auch Wirte und Gastronomen, die regionales Bier im Ausschank haben wollen — ins Fass geliefert, direkt von der Brauerei, ohne Zwischenhandel. Ein eigenes Bier für das eigene Haus lässt sich besprechen. Eine Anfrage per E-Mail genügt.

Ein Hinweis, der Gastgebern und Wirten Arbeit erspart: Bier enthält Gluten. Der Hinweis auf das Allergen gehört in die eigene Karte oder muss auf Nachfrage vorliegen. Das ist Sache des Hauses, nicht der Brauerei — aber es wird gern vergessen.

Alle Preise auf Anfrage, weil sich Menge, Gebinde und Anlass ohnehin selten gleichen. Anfragen bitte per E-Mail — dann liegen Termin und Menge gleich schriftlich vor.

Vom Malz in die Flasche

Wie das Bier entsteht

Station 01

Im Sudhaus

Zu Braubeginn kommen Wasser und geschrotetes Malz in den Braukessel. Zwischen 50 und 78 °C bauen die Enzyme des Malzes die Stärke zu Zucker ab. Im Läuterbottich werden die festen Malzbestandteile — der Treber — von der Flüssigkeit getrennt. Diese Würze wird mindestens 60 Minuten mit Hopfen gekocht.

Mit Alkohol hat das alles noch nichts zu tun. Was das Sudhaus verlässt, ist eine Malzzuckerlösung — das Vorprodukt des späteren Biers, die Würze.

Gekocht wird in einem kupfernen Kessel mit direkter Gasbefeuerung. Das Zweigeräte-Sudwerk wird halbautomatisch gesteuert — die Anlage nimmt dem Braumeister die Arbeit ab, die Entscheidungen nicht.

Kupferkessel im Sonnenlicht vor dem Rundbogenfenster des Sudhauses
Der Kessel, in dem gekocht wird.
Schaltpult des Zweigeräte-Sudwerks mit Drehknöpfen und gestempelten Schildern
Gesteuert wird halbautomatisch — die Entscheidungen trifft der Braumeister.

Wenn der Sud läuft

Wenn die Würze kocht, steigt der Dampf aus dem Kessel. Das ist der Punkt im Brautag, an dem sich nichts beschleunigen lässt: Es kocht, so lange es kochen muss.

Dampf steigt aus dem offenen Sudkessel
Der Sud kocht — Dampf über dem offenen Kessel.
Station 02

Im Gärkeller

Hier gelangt die heruntergekühlte Würze in den Gärbottich, die Hefe wird zugesetzt, und die Gärung setzt ein. Bei 6 bis 11 °C wird der Malzzucker in Alkohol und Kohlensäure umgewandelt. Das dauert sieben bis zehn Tage.

Vergoren wird offen, zum Teil noch in Bottichen aus Eichenholz. Die offene Gärung ist keine Nostalgie, sondern ein Qualitätsmerkmal.

Offene Gärung im Bottich aus Eichenholz, mit Schaumdecke auf dem Jungbier
Offene Gärung im Bottich aus Eichenholz.
  • Offene Gärung. Zum Teil noch in Bottichen aus Eichenholz. Gelagert wird in Edelstahltanks.
  • Weiches Brauwasser aus dem Münzbergstollen. Ein Tiefstollen im Taunuskamm, der im Taunusquarzit endet. Weil dieses Gestein mineralisch sehr träge ist, ist das Wasser außergewöhnlich kalkarm und weich. Zum Bierbrauen wird Brauwasser aus dem Münzbergstollen verwendet.
  • Naturhopfen. Alle Biere werden ausschließlich mit Naturhopfen (Doldenhopfen) gebraut, vor allem mit Tettnanger Aromahopfen. Nur in Ausnahmefällen werden bei Spezialbieren Hopfenpellets eingesetzt.
  • Alles in einer Hand. Vom Einkauf der Rohstoffe bis zum Etikett auf der Flasche. Die Anlage hält der Braumeister selbst in Schuss.
Der Braumeister

Friedrich N. Schulte

Diplom-Ingenieur für Getränketechnologie, aufgewachsen in Kronberg im Taunus. Seine Familie lebt dort seit Generationen, und er ist geblieben — verwurzelt, mit allem, was in einem solchen Ort dazugehört.

Gelernt und gearbeitet hat er in mehreren Brauereien, bevor er am 1. August 2001 nach Mainz-Kastel kam. Seit Januar 2018 führt er den Braubetrieb in eigener Regie und auf eigene Rechnung, unter dem Namen Casteler Biermanufactur. Am 1. August 2026 sind es 25 Jahre im Brauhaus Castel.

Sein Brauwasser kommt heute aus dem Taunus — aus demselben Gebirge, in dem er aufgewachsen ist.

In Kronberg und in Kastel nennt ihn ohnehin jeder Friedel.

Brauereiführung

Wer die Anlage einmal in Betrieb sehen möchte: Brauereiführungen sind auf Anfrage möglich, per E-Mail.

Im Fernsehen: Am Dienstag, 11. August, um 20.15 Uhr zeigt das hr-fernsehen „Tobis Städtetrip“ mit einer Folge über Amöneburg, Kastel und Kostheim. Friedrich N. Schulte ist darin zu sehen.

Braumeister Friedrich N. Schulte am kupfernen Sudkessel, den er gerade reinigt
Am Sudkessel — der wird nach jedem Sud von Hand gereinigt.
Thermometer am Kupferkessel, es zeigt knapp über 100 Grad
Messinghahn an der Brauanlage, aus dem Würze in eine Kupferwanne läuft
Kupferne Armaturennische mit zwei Messinghähnen in der weiß gefliesten Wand
Kontakt

Anfragen gehen direkt an den Braumeister

Fassbier, Zapfanlagen, Bierwagen, Wirte: Anfragen bitte per E-Mail. Was konkret wird, lässt sich danach am Telefon in zwei Minuten klären.

E-Mail
info@castelerbiermanufactur.de
Brauerei
Otto-Suhr-Ring 27
55252 Mainz-Kastel
Casteler Biermanufactur

Otto-Suhr-Ring 27 · 55252 Mainz-Kastel
info@castelerbiermanufactur.de